Home
Märchen
Warum Märchen?
Angebot
Programm
Wir stellen uns vor
Kontakt
Links
  
 


Es war einmal……

Kinder brauchen Märchen – brauchen Kinder Märchen oder sind sie ein alter Zopf? Wenn nachfolgend von Märchen die Rede ist, sind im engeren Sinn Volksmärchen gemeint. Sie wurden über Jahrhunderte und Jahrtausende mündlich überliefert. Das Denken unserer Vorfahren war bildhaft. Als Kommunikationsmittel standen ihnen die Sprache, die Gestik und die Mimik zur Verfügung. Durch diese fast ausschliesslich mündliche Überlieferung ist das Volksmärchen, ähnlich wie das Volkslied, „volksläufig und namenlos." Durch das Erzählen der Märchen von verschiedenen Menschen durch die Zeit hindurch, erhielten sie das Wissen des kollektiven Unbewussten, der Urbilder, der Archetypen.

Volksmärchen enthalten keine detaillierten Beschreibungen und Gefühlsausdrücke. Sie haben scharfe Konturen, weil sie die Dinge nur nennen, nicht schildern. Sie lassen viel Raum für eigene Bilder, deshalb sprechen die alten Märchenbilder immer noch an, sie zeigen, dass in ihnen ein Aussage- und Bedeutungsüberschuss ist, dass sie noch nicht aus - er - klärt sind, dass sie immer noch anregen und etwas bedeuten können. Märchen vermitteln Botschaften in symbolischer, d.h. bildhafter Sprache. Die Symbolsprache ist Ausdrucksmittel des Unbewussten. Die Bilder des Unbewussten zeigen das innere Geschehen, die Entwicklung eines einzelnen Menschen.

Der Märchenheld ist das Abbild des Menschen, der sich vom Licht ins Dunkel begibt und es durchschreiten muss. Das Märchen vermittelt, dass man sich anstrengen muss um das Königreich zu finden. Man muss von zu Hause fortgehen, muss Risiken eingehen und Prüfungen bestehen. Es zeigt auch, dass mit aktivem Handeln eine Veränderung möglich ist.

Kinder brauchen Märchen, denn:
...sie spenden Trost und geben Seelennahrung
…sie helfen Angst zu überwinden, zeigen Wege aus der Ausweglosigkeit
…sie regen die Fantasie an
…sie zeigen Gut und Böse auf, vermitteln Werte
…helfen Wut auszudrücken und zu überwinden
…sie geben Mut, den Lebensweg zu gehen
…sie zeigen Wege zur Autonomie

nach C. Penninger, Diplomarbeit 2005